Bevor es mit der Lebendigen Welt Staffel 3 am 26. Juli in Guild Wars 2 weitergeht, gibt Arenanet schon mal ein paar Lore-Häppchen in Form von Tagebucheinträgen der Azura Taimi raus. Taimi erforscht darin die Ley-Linien und macht dabei auch ein paar interessante Entdeckungen. Mehr möchten wir euch nicht vorwegnehmen, deswegen wünschen wir euch viel Spaß mit der Geschichte.

[toggle title=”Teil 1″ state=”close”]Was für ein Segen! Ich muss gestehen, ich war ein wenig nervös, als der Kommandeur zusammen mit den anderen aufbrach und ich hier ganz alleine zurückbleiben sollte. Ich hatte ja keine Ahnung, wie traumhaft es werden würde! Ich habe seit einer Woche kein Auge mehr zugetan und möchte auch für die nächsten zwei Wochen nicht mehr schlafen. Vielleicht sogar drei. Oder vier. (Notiz: Nach Alternativen zum Schlaf suchen). Es gibt hier so viele Daten – man hätte diesen Ort „Data Novus“ nennen sollen! (Notiz: Ich glaube, der Schlafentzug regt sowohl meine grauen Zellen als auch meinen Humor an.) Angesichts dieser Fülle an Informationen erscheint es mir beinahe unmöglich für eine Person, das alles durchzugehen … aber das Letzte, was ich jetzt brauche, ist irgendein neugieriger Forscher, der seine Nase in meine Arbeit steckt. In meinem Kopf schwirren so viele Theorien herum. Ich weiß, dass ich kurz vor einer großen Entdeckung stehe. Ich brauche einfach nur Zeit, um sinnvolle Schlüsse zu ziehen.
Eine der bemerkenswerteren Entdeckungen, die ich gemacht habe, ist eine Nachbildung (oder gar der ursprüngliche Prototyp?) der Ley-Linien-Karte, die wir in der Nähe von Tarir gefunden haben. Das magische Netzwerk aus Ley-Energie ist immer noch aktiv! Mal geht die Energie hier entlang, mal dort entlang. Im einen Moment ist sie noch hier, im nächsten schon woanders. Ich hatte ja keine Ahnung, dass es sich um einen konstanten Fluss handelt! Ich hatte zwar Kontakt zu Freunden von draußen, aber ich brauche ihre Bestätigung nicht, um zu wissen, dass die Mission des Kommandeurs ein absoluter Erfolg war! Mordremoth ist Geschichte! Ein intensiv strahlendes Licht kam aus diesem Teil des Dschungels. Eines Morgens wachte ich auf und es war schwächer geworden. Der Rest der Karte leuchtete dafür wie der Himmel beim Mondneujahr-Feuerwerk.
Ich arbeite gerade an einem System, mit dem ich den Magiefluss verfolgen und dokumentieren kann. Dabei suche ich nach einem Muster. Es kann doch nicht nur ein einziges Durcheinander sein, nicht wahr? Oder vielleicht doch … Vielleicht muss es das sogar sein! Doch gleichzeitig kann es nicht nur zufällig sein. Zurzeit ergeben beide Varianten in meinen Augen Sinn … (Notiz: Die Auswirkungen des Schlafentzugs auf das Denkvermögen untersuchen).
Mir fiel auf, dass die Ei-Kammer deutlich heller leuchtete als zuvor. Caithe sagte, sie wolle nachsehen, ob mit dem Ei alles in Ordnung ist. (Notiz: Natürlich macht sie das.) Ich habe da eine Hypothese zu ihrer Wylden Jagd, aber ich behalte sie lieber für mich. Nur für den Fall, dass dieses Tagebuch in die falschen Hände gerät (Caithe, falls Ihr das hier liest: Hallo, Freundin! Ihr seid die Beste. Eure Entscheidungen sind immer richtig!) (Kommandeur, wenn Ihr das lest, dann: *zwinker-zwinker*).
Ich habe mir meine letzten Sätze noch einmal durchgelesen. Es ist möglich – wenn auch nicht sonderlich plausibel – dass ich meinen Verstand verliere. Vielleicht würde es helfen, mit jemandem zu reden … aber nicht mit einer echten Person. Das würde nur meine Arbeit verlangsamen oder Schlimmeres. Oh! Fast hätte ich Schraddel vergessen! Er ist keine echte Person. Ich vermisse ihn. Ich muss wohl einen neuen Plan für ihn entwerfen … Doch bleibt mir Zeit für solche Ablenkungen? Nein. Zumindest nicht jetzt. Wie dem auch sei, ich komme wunderbar zurecht. Außerdem kann ich jederzeit mit meiner neuen Freundin Pflanze sprechen. Dieser wunderschöne kleine Farn wächst aus einer Spalte im Drachen-Labor. Pflanze ist nett, aber sehr ruhig und grün. Ein wenig wie eine schüchterne Sylvari (Notiz: Besteht eine Verbindung zwischen der Anzahl der schlaflosen Nächte und neuen Freundschaften mit der örtlichen Flora? Schlussfolgerung: Sehr wahrscheinlich, aber was soll‘s? Neue Freunde!).
Moment, was war das? Hmm … wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, dass Tor lädt sich gerade auf. Sehr seltsam. Pass auf mein Tagebuch auf, Pflanze. Ich bin gleich wieder da![/toggle]

[toggle title=”Teil 2″ state=”close”]Diese Monster! Sie sind auf Pflanze getreten!
Mir war klar, dass die Tage der Abgeschiedenheit irgendwann ein Ende haben würden, aber mit soviel Gesellschaft habe ich wirklich nicht gerechnet! Die Entdeckung von Rata Novus muss sich bis nach Rata Sum herumgesprochen haben. Asura strömen herbei wie Dolyaks – nur haben Dolyaks meist bessere Manieren! Wie oft muss sich eine Frau von Asura anrempeln lassen, die eine Forschungsstation errichten wollen, bevor ihr der Kragen platzt?
Die Antwortet lautet: Sechsmal. Dann schreit sie nämlich: „PASST GEFÄLLIGST AUF, WO IHR HINLAUFT, WENN IHR EURE FORSCHUNGSSTATION EINRICHTET, WINDALL!“. Danach wird man dann angeschaut, als hätte man nicht mehr alle Tassen im Schrank.
Als die Eindringlinge kamen, konnte ich zum Glück noch die Tür zum Drachen-Forschungslabor schließen, bevor sie zu tief in das Labor vordringen konnten. Die wahrhaft pikanten Details kennt also außer mir noch niemand. Ich muss mir diesen Ort als geheime Zuflucht bewahren. Doch wie komme ich unbemerkt hinein und wieder hinaus? Ah, vielleicht … ja! Nein, das wird niemals … Doch! Also gut, geheimer Plan Nummer 72. Ich nenne ihn „Rüpelfreie Teleportation“ *zwinker-zwinker*
Diese hirnlosen Idioten spielen an den Schaltern herum. An ihrer Stelle wäre ich vorsichtiger im Umgang mit der Vorrichtung, die die Anzahl der Chak in Grenzen hält. Unter diesen Umständen scheint es mir unausweichlich, dass sich die Geschichte wiederholen wird. Wenigstens kennen wir jetzt die Kausalität hinter den Chak und ihre Vorliebe für Ley-Energie. Für die Rata-Novaner kam diese Erkenntnis wohl zu spät. Die Chak tauchen immer öfter auf. Ich muss also nicht nur auf Windall und seine spitzen Ellbogen achten, sondern auch auf die unzähligen Käferteile, die hier überall herumliegen. Wer schon einmal knöcheltief in einem Haufen Tracheen gestanden ist, weiß, was ich meine: hinterher ist der Tag gelaufen. Nun gut, bei meiner Statur ist diese Höhe schnell erreicht, aber trotzdem. Dafür kenne ich mich jetzt immer besser in Chak-Anatomie aus. Das könnte beim nächsten Chak-Anatomie-Rateabend von Vorteil sein (Notiz: Einen Chak-Anatomie-Rateabend organisieren).
Der einzige weitere Vorteil dieses Dolyak-Zulaufs ist die Tatsache, dass mich jetzt häufiger Nachrichten aus der Außenwelt erreichen. Ich hörte, Braham ist wieder in Hoelbrak. Es bricht mir das Herz, wenn ich daran denke, was er durchmachen muss. Ich sollte mich bald auf den Weg machen und ihm meinen Respekt zollen. In letzter Zeit habe ich an einer Fernsprechvorrichtung gearbeitet. Dazu habe ich Erkenntnisse aus dem Ley-Linien-Netzwerk zur Stimmübertragung genutzt. Vielleicht kann ich die Vorrichtung im Labor verstecken und ab und zu hineinsprechen, damit die Leute glauben, mich bei der Arbeit zu hören. Ich habe viel zur hart gearbeitet, um jetzt meinen Alphastatus aufzugeben. Ich könnte sie auch glauben lassen, dass es hier spukt. Das ist auch eine gute Idee. Nun, wir werden sehen.
Apropos Geister, die auf ihre letzte Ruhe warten: Viele der Neuankömmlinge sind den Sylvari gegenüber immer noch sehr voreingenommen. Was wollen sie denn? Mordremoth wurde doch getötet. Wie soll man ein willfähriger Diener werden, wenn es keinen Meister mehr gibt, der einem Befehle erteilt? So funktioniert es doch, oder? Als Caithe hier war, sagte sie, der Ruf sei verschwunden. Sie hätte sogar gehört, dass nach dem Tode Mordremoths neue Sylvari geboren wurden. Alles geht also seinen Gang…
Bei der ewigen Alchemie! Windall hat mich schon wieder angerempelt! Ich muss diesem Dolyak Manieren beibringen … ich bin gleich zurück.[/toggle]

Die beiden Tagebucheinträge könnt ihr auch hier nachlesen: Teil 1 & Teil 2

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Amalindis
Amalindis spielte bereits einige MMO’s, wobei sie 2005 mit Guild Wars anfing, NCSoft immer treu blieb, aber auch in World of Warcraft und SWTOR regelmäßig ihr Unwesen treibt. Auch Guild Wars 2 und WildStar hat sie ausführlich gespielt. Wenn der Rechner mal aus ist, dann darf es gern auf diversen Nintendo-Konsolen weiter gehen, denn die Kindheitserinnerungen an Super Mario und Donkey Kong werden regelmäßig aufgefrischt. Am besten gefällt ihr die Rolle als Heilerin und so versucht sie in jedem MMO eine Support-Klasse zu finden.