Letzte Woche sprachen die Kollegen von GameCentral mit Matt Firor, dem Director von The Elder Scrolls Online und sprachen allgemein über den Zustand von ESO. Zunächst ist dabei festzuhalten, dass ZeniMax sehr zufrieden mit der Entwicklung von ESO ist. Allerdings grenzt man sich selbst auch von anderen MMOs ab, indem ESO sich selbst nicht als traditionelles MMO versteht. Der Unterschied besteht vor allem darin, dass man ESO auch allein spielen kann, wie vorhergehende Spiele der Elder Scrolls Reihe, und nicht auf andere Spieler angewiesen ist.

Ihr seid also in ESO auf keinen Spielstil festgelegt und könnt euch komplett austoben, wie ihr möchtet. Der Einstieg ist daher genau für bisherige nicht MMO-Spieler geeignet, da man auch langsam an das Gruppenspiel herangeführt wird. Matt äußerte sich aber auch kritisch und gab Fehler in der Betaphase und beim Launch von ESO zu. Gerade an den Maßstäben, die bisherige Elder Scrolls Titel setzten (Skyrim als best-selling RPG), war es schwer für das Team das typische Elder Scrolls Feeling in einem Online Game umzusetzen.

Interessant ist auch, dass die Konsolenspieler genauso viel Spielzeit aufweisen können wie PC-Spieler womit das Team nicht gerechnet hatte. Ansonsten kategorisieren die Entwickler die Spieler nicht nach hardcore oder casual Spielern, sondern eher nach Spielstil, also PVPler, Dungeonspieler, Solospieler um ESO weiterzuentwickeln. Die meisten Spieler haben dabei auch schon Gruppeninhalte probiert, was auch mit täglichen Quests unterstützt wird.

Für MMOs auf Konsolen sieht Matt bei nur wenigen Studios auf der Welt das Potenzial ein Projekt wie ESO auf Konsolen zu veröffentlichen. Dafür braucht man seiner Meinung nach ein sehr gutes und erfahrenes Entwicklerteam, um die gute Performance sowie den Spaß zu gewährleisten. Außerdem muss das Spiel kontinuierlich unterstützt und weiterentwickelt werden.

Die Bezeichnung MMO hat sich dabei über die Jahre immer mehr verändert und von einem Genre hin zu einem Technologiestatus entwickelt. Mittlerweile sind die meisten Spiele online und werden dennoch nicht als MMO bezeichnet, da es auch einfacher geworden ist Onlinegames zu entwickeln und andere Genres wie Strategiespiele online zugänglich zu machen. Demgegenüber ist das RPG Genre interessant, da man sich dort auf kleinere Nischen, wie einem bestimmten Spielstil konzentriert.

Zum Interview auf Metro.co.uk

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Amalindis
Amalindis spielte bereits einige MMO’s, wobei sie 2005 mit Guild Wars anfing, NCSoft immer treu blieb, aber auch in World of Warcraft und SWTOR regelmäßig ihr Unwesen treibt. Auch Guild Wars 2 und WildStar hat sie ausführlich gespielt. Wenn der Rechner mal aus ist, dann darf es gern auf diversen Nintendo-Konsolen weiter gehen, denn die Kindheitserinnerungen an Super Mario und Donkey Kong werden regelmäßig aufgefrischt. Am besten gefällt ihr die Rolle als Heilerin und so versucht sie in jedem MMO eine Support-Klasse zu finden.