Das Real Time Strategie Spiel “Dropzone” von den Entwicklern Sparkypants Studios befindet sich aktuell in einer Beta-Phase und auf der gamescom gab es bereits eine anspielbare Version und einige Keys, die an die Spieler herausgegeben wurden. Auch ich habe mir das Spiel in den letzten Tagen etwas intensiver angesehen und möchte euch in diesem Beitrag einen Überblick über das Spiel selbst und meine Meinung dazu kundtun.

RTS mit MOBA-Inhalten

Ein klassisches RTS-Game verbinden viele nicht nur mit dem Steuern von Charakteren und den Kämpfen gegen andere Spieler, sondern auch mit einem Aufbau der eigenen Basis, wie es zum Beispiel in Warcraft 3, Starcraft oder Command and Conquer die Regel ist. Dropzone unterscheidet sich darin deutlich von den genannten Beispielen, da es sich lediglich auf den Kampf mit drei Charakteren konzentriert. Man wählt zu Beginn des Matches jeweils einen Tank, einen Heiler und einen Schadensverursacher (DD) aus und tritt mit diesen drei gegen die drei gegnerischen Charaktere an.

Besonders im Bereich der Tode ähnelt das Spiel stark einem MOBA. Besiegte Charaktere kehren nach einigen Sekunden an der eigenen Base ins Spiel zurück und können dann wieder verwendet werden. Je länger ein Match bereits läuft, desto länger dauert der Respawn. Die Fertigkeiten der Charaktere verwendet man standardmäßig mit Q, W, E und R und das Level-System innerhalb eines Matches lässt uns mehr Fertigkeiten freischalten, je mehr Erfahrung wir im direkten Duell sammeln. Auch die Anpassungsmöglichkeiten der Charaktere, auf die wir weiter unten genauer eingehen, passen eher zu einem MOBA.

Gleichzeitig spielt aber auch Strategie eine wichtige Rolle und das sogenannte Micromanagement, also das gezielte Steuern und das richtige Nutzen der Fertigkeiten der Charaktere im richtigen Moment um dem Gegner überlegen zu sein, ist ebenfalls essenzieller Bestandteil des Gameplays.

Dropzone_Map1_Dropship

Der Ablauf eines Matches

Ziel des Spiels ist es am Ende des fünfzehn Minuten langen Matches mehr Punkte als der Gegner zu haben, wobei man sich Punkte vor allem über das Besiegen von neutralen Gegnern verdienen kann. Diese stehen überall auf der Karte verteilt und lassen lila Kugeln fallen, die man in der Mitte der Karte in einen Behälter geben muss. Jede Kugel verleiht dabei einen Punkt. Zusätzlich gibt es drei für die Spiele wechselnde Kriterien, mit denen man Bonus-Punkte verdienen kann. Dabei gibt es zum Beispiel Punkte für das “First Blood” bei einem gegnerischen Charakter, für einen kompletten Tod des gegnerischen Teams, für das Kontrollieren aller Wachtürme auf der Karte oder für das Erreichen einer bestimmten Zahl von besiegten neutralen Monstern. Außerdem gibt es am oberen und unteren Rand stärkere Gegner, die uns eine temporäre Verstärkung mitgeben.

Natürlich kann man die meisten Punkte auf verschiedene Wege erreichen. Man kann stumpf probieren neutrale Gegner zu besiegen, sich auf die besagten Bonus-Ziele konzentrieren oder einfach in Führung gehen und danach den Gegner unter Druck setzen oder diesem sogar die lila Kugeln zu klauen, nachdem der entsprechende Charakter besiegt wurde.

Das Anpassen der Charaktere

Ihr verwendet wie oben erwähnt drei Charaktere, doch lassen diese sich im Menü vor dem eigentlichen Kampf nach belieben anpassen. Mit der Zeit schaltet ihr nicht nur verschiedene Helden zum Beispiel für die Position des Tanks frei, sondern ihr könnt auch bei den gleichen Helden unterschiedliche Fertigkeiten und passive Attribute einpacken. Während man für das Freischalten auf eine spielinterne Währung und/oder auf Echtgeld setzt, kann man die verschiedenen Fertigkeiten nur über das Hochleveln freischalten. Im Prinzip gibt es also zwei Level-Systeme, eins für den gesamten Account und eins für das jeweils laufende Match.

Dropzone_Map2_JumpPad

Fazit

Dropzone bricht das RTS-Spiel auf die Entscheidungen und die Kontrolle herunter und bedient sich für die Kämpfe bei den MOBAs. Daraus entwickelt sich ein meiner Meinung nach interessantes Spiel, welches einige PvPler begeistern sollte. Das Spiel ist auf Turniere ausgelegt und hat schon im Beta-Status Replay-Systeme und andere Funktionen, die für Esports eine große Rolle spielen könnten. Die Partien mit einer Länge von 15 Minuten fordern die Spieler, ziehen aber Duelle nicht unnötig in die Länge. Zum Balancing kann ich aktuell nicht viel sagen, da ich weder alle Champions, noch alle Fertigkeiten genauer betrachtet habe. Auch das Thema Bezahlsystem lassen wir an dieser Stelle außen vor, da dazu noch einige Informationen fehlen.

Ein Release des Spiels ist offiziell für 2016 angesetzt und auf der offiziellen Webseite könnt ihr Beta-Keys einlösen oder euch für die nächsten Verlosungen anmelden.

Video zum Spiel

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Sputti ist der Neue in der Truppe und fokussiert sich vor allem auf das Schreiben von Artikeln. Häufig handelt es sich dabei jedoch nicht aufwändige Kolumnen, sondern vor allem um die täglichen News aus allen Bereichen.Angefangen hat sein Online-Leben mit Guild Wars im Jahr 2006 und abgesehen von kleineren Ausnahmen sind es vor allem die NCSoft-MMOs, die es Sputti angetan haben. Neben Guild Wars 2, zudem er seine eigene Webseite Guildnews.de betreibt, spielt er seit dem Free-to-Play Release Wildstar und seit Januar 2016 nun auch Blade and Soul. Ansonsten haben es ihm auch League of Legends, Rocket League und StarCraft angetan, hauptsächlich also Multiplayer-Games.