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Activision Blizzard: Mitarbeiter sind wütend & stellen sich gegen die Führung

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Mehr als 1.000 ehemalige und aktuelle Mitarbeiter von Activision Blizzard haben sich in einem Brief enttäuscht über ihre Vorgesetzten gezeigt.

Was bisher passiert ist: Am 22. Juli 2021 wurde bekannt, dass eine Klage gegen Activision Blizzard wegen Diskriminierung und sexueller Belästigung vom California Department of Fair Housing and Employment eingereicht wurde. Danach haben sich einige Opfer dieser vorgeworfenen Taten auf Social Media gemeldet und ihre Fälle geschildert.

Auch aktuelle und ehemalige Mitarbeiter äußerten sich zur Situation und zeigten sich größtenteils schockiert oder erzählten von ihren Erlebnissen, die die Vorwürfe der Behörde bestätigen.

Das sagen die ehemaligen Chefs von Blizzard: Mike Morhaime und Chris Metzen (via wowhead) haben sich ebenfalls bereits geäußert und dafür entschuldigt, dass sie kein besseres Umfeld und keine bessere Unternehmenskultur geschaffen haben. Laut ihren Aussagen haben sie von den Problemen nichts mitbekommen. Wenngleich das wiederum unter anderem Community Manager Lore bestreitet (via Twitter), der wohl selbst Fälle an Mike Morhaime gemeldet hat.

Während die Schuldfragen und Probleme wohl erst im Laufe der Gerichtsverhandlungen weiter geklärt werden, bildet sich intern bei Activision Blizzard nun ein großer Widerstand der Mitarbeiter*innen.

So wurde bereits am 23. Juli die Arbeit großteils still gelegt. Aktuell sehen sich viele nicht im Stande normal weiter zu arbeiten, weshalb die Entwicklung an WoW zum Beispiel im Moment etwas ins Stocken gerät. Der Fokus liegt nun auf der Schaffung eines besseren Arbeitsumfeld.

Reaktion der Geschäftsführung

In ersten Reaktionen seitens Activision Blizzard gab es von Blizzard Präsident J. Allen Brack eine E-Mail an alle Mitarbeiter (via wowhead), in der er betont, dass für Diskriminierung und sexuelle Belästigung kein Platz bei Blizzard ist und sich jeder sicher fühlen können soll.

Vor allem eine weitere E-Mail von Activision Blizzard Executive Vice President for Corporate Affairs Fran Townsend sorgte bei den Mitarbeitern für Wut und Enttäuschung. Dort heißt es, dass die Vorwürfe faktisch falsch seien, teils mehr als ein Jahrzehnt zurückliegen oder verzerrt sind. Activision Blizzard will entsprechend gegen die Anklage vorgehen wie die Activision Führung in einem Zoom-Call mit Mitarbeitern bekannt gab (via uppercutcrit).

Offener Brief mit über 1.000 Unterstützern

Wut und Enttäuschung: Die Mitarbeiter*innen von Activision Blizzard bezeichnen die E-Mail von Fran Townsend als „abscheulich und beleidigend“. Die Werte von ihnen seien nicht durch die Worte und Taten der Geschäftsführung vertreten. Sie betonen, dass sie nicht schweigen werden und nicht beiseite gehen. Sie wollen, dass das Unternehmen, das sie lieben wieder ein Arbeitsplatz ist, auf den alle stolz sein können. Sie wollen die Veränderung sein, die es braucht.

Der offene Brief an die Geschäftsführung in Englisch (via Bloomberg):

To the Leaders of Activision Blizzard,

We, the undersigned, agree that the statements from Activision Blizzard, Inc. and their legal counsel regarding the DFEH lawsuit, as well as the subsequent internal statement from Frances Townsend, are abhorrent and insulting to all that we believe our company should stand for. To put it clearly and unequivocally, our values as employees are not accurately reflected in the words and actions of our leadership.

We believe these statements have damaged our ongoing quest for equality inside and outside of our industry. Categorizing the claims that have been made as “distorted, and in many cases false” creates a company atmosphere that disbelieves victims. It also casts doubt on our organizations’ ability to hold abusers accountable for their actions and foster a safe environment for victims to come forward in the future. These statements make it clear that our leadership is not putting our values first. Immediate corrections are needed from the highest level of our organization.

Our company executives have claimed that actions will be taken to protect us, but in the face of legal action — and the troubling official responses that followed — we no longer trust that our leaders will place employee safety above their own interests. To claim this is a “truly meritless and irresponsible lawsuit,” while seeing so many current and former employees speak out about their own experiences regarding harassment and abuse, is simply unacceptable.

We call for official statements that recognize the seriousness of these allegations and demonstrate compassion for victims of harassment and assault. We call on Frances Townsend to stand by her word to step down as Executive Sponsor of the ABK Employee Women’s Network as a result of the damaging nature of her statement. We call on the executive leadership team to work with us on new and meaningful efforts that ensure employees — as well as our community — have a safe place to speak out and come forward.

We stand with all our friends, teammates, and colleagues, as well as the members of our dedicated community, who have experienced mistreatment or harassment of any kind. We will not be silenced, we will not stand aside, and we will not give up until the company we love is a workplace we can all feel proud to be a part of again. We will be the change.

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